©wolfram popp plan popp Architekt

. . . die als besondere Plattform und Raumzone zugleich als privater und vermittelnder Bereich zwischen innen und außen genutzt werden kann, insbesondere wenn die raumhohen Fenstertüren, die um 180° drehbar sind, geöffnet sind, so daß Estrade und Balkon zusammen eine großzügige Loggia bilden. Der Eindruck des Entrücktseins von Alltags-sorgen wird noch durch die Tatsache verstärkt, daß dort, wo die Estrade beginnt, auch die Decke um 40 cm in der Höhe verspringt. Die oberen Fensterrahmen sind nicht mehr sichtbar, der Blick wird nach oben und in die Weite gelenkt, außerdem fällt dadurch mehr Licht in die Wohnungen. Die Balkonbrüstung setzt dieses Motiv fort. Sie besteht aus einem feinmaschigen Stahlgewebe, das abhängig von Licht- und Windverhältnissen flimmernde Effekte hervorruft und wie durch einen Schleier die Durchsicht von innen erlaubt. Zugleich verhindert sie Einblick von außen.

Das zweite wesentliche raumbildende Element ist die über die ganze Tiefe reichende „Kiemenwand“, die den Raum vom Servicebereich trennt. Sie besteht aus zwölf raumhohen, mit Erlenholz furnierten Holzplatten, die oben an zwei, unten an einer Schiene laufen und sich deshalb ohne zu verklemmen sowohl schieben als auch drehen lassen. Durch diese „Kiemen“ kann . . .

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