![]() |
|||||||
Auszugweise aus ”Kultur oder Dienstleistung?” Archilab . . . Sie waren kürzlich zur Konferenz Archilab in Orleans eingeladen. War dort mehr Initative spürbar. Diese Veranstaltung gibt es erst seit drei Jahren. Von der öffentlichen Seite ist eine Wertschätzung da, denn sie kriegen jetzt weiterhin Gelder. Das war eine offene Frage, weil der Bürgermeister (von kommunistisch auf konservativ) gewechselt hat. Aber es geht weiter. Archilab betreibt auch eine Art Museum und verfügt über einen Bestand an Sammlungen von unterschiedlichen Werken. Kürzlich wurde das Ragnitzprojekt von Huth und Domenig aufgekauft. Das bedeutet, sie verfügen über Gelder und zwar nicht über wenig, denn immerhin werden dann jeweils weltweit 90 Architekten eingeladen. Ich habe mich gefreut, dass auch ich eingeladen war. Aber ich war ganz schön erstaunt über die Ratlosigkeit und die weltweite Ohnmacht im Bezug auf das Selbstwertgefühl der Architekten. Die Architekten fühlen sich den Problemen gegenüber letztenendes ohnmächtig, weil sie selber nichts bringen. Sie sind selber nicht die Referenz. Du kriegst nur immer die Worte Identität und Krise zu hören. Ich würde diese ja nicht benutzen. Es gab dann eine Podiumsdiskussion, die Andreas Ruby und François Migairoux moderiert hat. Es wurde geredet über Strategien, und dass man weder Macht noch Einfluss habe. Und dann haben einige propagiert, man solle sich anpassen, um was zu verändern. Ich habe das gar nicht verstanden. Fast zynisch würde ich das nennen. Es zeigte sich eine eigenartige Abhängigkeit von der Frage, wie es weitergeht. Man müsse flexibel sein. Der Mensch sei jetzt ein Nomade, hat seinen Kühlschrank in London, sein Telefon in New York und schläft selber in München. Sehr originell. Andere meinten, es gehe sowieso nur noch ums Fernsehen oder das Angeschlossensein. Flexibel ist man doch nur aus der Notsituation. Man ist vielleicht universeller, aber der Unterschied wird anscheinend nicht verstanden. Sie kamen immer auf etwas Anderes zu sprechen. Mir ist |
||||||||