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von Angelika Schnell
Für die Berliner Multimedia-Agentur Pixelpark baute Wolfram Popp 1995 in nur viereinhalb Monaten Planungs- und Bauphase eine Fabriketage um. Das projekt bezogene Arbeiten - zwischen Produktion und Idee, Einzelarbeit und Gruppenarbeit, Rationalisier-ung und Experiment ständig hin und herpendelnd - kommt Popps Architekturauffassung sehr entgegen. Eine Auffassung, die Bereiche definiert, aber nicht determiniert, so daß Austausch und Veränderung möglich ist. Das Raumkonzept für Pixelpark läßt sich deshalb in keine der drei herkömmlichen Kategorien für Büroräume einordnen: weder Zellen- , Großraum- noch Kombibüro (einfache Addition der ersten zwei), sondern eine "Sowohl-Als-Auch-Lösung", die zwar eindeutig durch Gestaltung den Raum organisiert, aber nicht durch bloßes ”Design” der Firma Corporate Identity verschafft.
Der ganze Raum wird durch drei raumbildende Elemente geprägt, die jeweils auf spezifische Weise wandelbar sind. Dominat sind die Arbeitsbereiche, die raumhohen "Blubbs", eine leichte nach Innen gebogene, selbstragende Glas-/Holzkonstruktion, die aus horizontalen Brettschichtholzplatten, de "Glasfalt-werk" aus Sicherheitsglas besteht. Trotz ihrer Größe wirken sie durch die feinsinnige Konstruktion leicht und spielerisch. Das zweite Element sind die ”Propellor”, drei bewegliche "Flügel" aus . . . . . gesandstrahltem Sicherheitsglas zur flexiblen Raumaufteilung für Besprech-ungen. Das "Aquarium" ist das Zentrum des Raumes und besteht ebenfalls aus beweglichen Wandtafeln aus Sicherheits-glas, welche ein durchlässiges Rechteck bilden, in dessen Mitte sich das "Surfbrett", der große Konferenztisch aus Erle-Voll-holz, befindet. Das "Aquarium" dient als "Megamitte" nicht nur Konferenzen und Seminaren., sondern kann auch als Projektionsfläche bei Multumedia-präsentationen genutzt werden.
Insgesamt entsteht eine Arbeitswelt für Ideen, in der beliebig viele Beziehungen hergestellt werden können, ohne daß der Raum orientierungslos wird.