CHORINER STRASSE
item1
item7
Cho5655GrdBlatt1
Cho56KiemenWandzuv2Meyer1
item3
Cho56Cho55AnsichtSMeyerv22a
Cho56Out02Ausschnitt3
Cho56POPP04
Cho56POPP023

Erstes Estradenhaus

 

 

 

Kritik von Prof. Angelika Schnell

Das siebengeschossige Estradenhaus_1 in Berlin-Prenzlauer Berg (zehn Wohnungen nebst zwei Büros u. einem Laden) hat Wolfram Popp in eigener Initiative realisiert und damit die mittlerweile eingebürgerte Auffassung, im Wohnen gäbe es nichts mehr zu entwickeln, widerlegt. Da Wolfram Popp sich dazu bekennt, von innen nach außen zu entwerfen, stand die Idee des Wohnens bei diesem Projekt zentral.

 

Zwei Wohnungen auf jedem Geschoß, die eine 108 qm, die andere 79 qm, bestehen jeweils aus einem Einraum und einer Servicezone, die die volle Tiefe einnehmen. Doch sind beide einerseits miteinander und andererseits zum Außen so raffiniert korreliert, daß die ganze Wohnung zu einer gelungenen Misch-ung aus Großzügigkeit, Komfort und Rückzugsbereichen wird. Wolfram Popp baut keine geschlossenen Räume, sondern Bereiche, deren Ränder offen und beweglich sind, so daß man eine Vielzahl von Optionen ihrer Nutzung hat.

 

Zwei Elemente bestimmen dieses Verhältnis. Zum einen die namengebenden Estraden an Vorder- und Rückseite, eine jeweils 40 cm große und 1,80 m tiefe Erhöhung über die ganze Breite der Wohnung, die als besondere Plattform und Raumzone zugleich als privater und vermittelnder Bereich zwischen innen und außen genutzt werden kann, insbesondere wenn die raumhohen Fenstertüren, die um 180° drehbar sind, geöffnet sind, so daß Estrade und Balkon zusammen eine großzügige Loggia bilden. Der Eindruck des Entrücktseins von Alltagssorgen wird noch durch die Tatsache verstärkt, daß dort, wo die Estrade beginnt, auch die Decke um 40 cm in der Höhe verspringt. Die oberen Fensterrahmen sind nicht mehr sichtbar, der Blick wird nach oben und in die Weite gelenkt, außerdem fällt dadurch mehr Licht in die Wohnungen. Die Balkonbrüstung setzt dieses Motiv fort. Sie besteht aus einem feinmaschigen Stahlgewebe, das abhängig von Licht- und Windverhältnissen flimmernde Effekte hervorruft und wie durch einen Schleier die Durchsicht von innen erlaubt. Zugleich verhindert sie Einblick von außen.

 

Das zweite wesentliche raumbildende Element ist die über die ganze Tiefe reichende „Kiemenwand“, die den Raum vom Servicebereich trennt. Sie besteht aus zwölf raumhohen, mit Erlenholz furnierten Holz-platten, die oben an zwei, unten an einer Schiene laufen und sich deshalb ohne zu verklemmen sowohl schieben als auch drehen lassen. Durch diese „Kiemen“ kann der Raum je nach Bedürfnissen orchestriert werden. Küche und Bad können offener Bestandteil der Wohnung sein oder auch nicht, der Eingang kann zur kleinen Halle werden oder ganz verschwinden, kleine Nischen für Schränke können entstehen oder auch nur glatte Flächen, und natürlich sind sämtliche Zwischenlösungen oder Kombinationen davon wählbar. Es versteht sich von selbst, daß diese "Wand" genau wie die meisten Einbauten und konstruktiven Details eine Erfindung von Wolfram Popp ist. Bis auf die Stahl-betonkonstruktion und die Fertigteildecken aus Sichtbeton gibt es nur eigens entwickelte Prototypen, die von der Sanitärinstallation bis zu den großen Eingangstüren reichen, welche nicht aufschlagen, sondern geschoben werden. Dennoch wirkt nichts übertrieben gestaltet. Vom kleinsten Detail bis zum Konzept ist alles auf Zweckmäßigkeit und Komfort ausgelegt.

Kritik von Prof. Angelika Schnell in "Junge deutsche Architekten", Verlag Birkhäuser

item4
item2
item5
56
55

Wohnungsbau Konzepte

MAISONETTE-APPARTEMENTHAUS 118 Wohnungen in Berlin g

> SERIELLER WOHNUNGSBAU mit 262 Mietwohnungen in Berlin p

> ESTRADENHAUS 1 Choriner Str 56 in Berlin, Mietwohnungen

ESTRADENHAUS 2 Choriner Str 55 in Berlin, Eigentumswohnungen

> Gefördeter familiengerechter Wohnungsbau in Ingolstadt w

Gefördertes Modellvorhaben IQ innerstädtische Wohnquatiere w

> Filigranbau-Konzeption WOHNHOCHHAUS-BERLIN g

Wohnen u. Arbeiten,188 unterschiedliche WH, Quartier am Salzufer g

Prototyp KASKADE-Häuser Werkbundsiedlung in München w

Prototyp HELIX-Häuser Werkbundsiedlung in München w

Prototyp CHAMBORD-Häuser Werkbundsiedlung in München w

> HAUS AM PLATZ in Berlin, Stahlskelettbau mit Vollholzelementen

INAC-2015: PreFab-Wohnbau Konzepte in Modular-Bauweise p

Prototypen für KOMPAKTE Wohnungsbaukonzepte

STUDENTISCHES WOHNEN, Konzept ohne Flurerschliessungen p

Städter auf der Wiese, Konzept LÄNDLICHE URBANITÄT Peripherie

Prototyp SCHMALE-HÄUSER, Schachteltreppen-Häuser Berlin Mitte p

Haus der Gegenwart München, VARIABLE Reihenhäuser statt EFH w

Bestandshaus 19 Jhr. in Berlin, Sanierung und Modernisierung

DachRaum in Berlin, Raum im Raum

Öffentliche Bauten Konzepte

> BIZ Besucherzentrum Deutscher Bundestag Reichstag-Gebäude

> M20 MUSEUM des 20.Jahrhunderts Berlin Kulturforum w

MdBG MUSEUM der Bayerischen Geschichte Regensburg w

> Zentrale BIBLIOTHEK der Humboldt Universität Berlin w

> Alternative Erweiterung der KUNSTHALLE Bremen w

> AUSSTELLUNGSHALLE Documenta Kassel, neuer Gebäudetyp w

VÖLKERKUNDMUSEUM Frankfurt w

KUNSTMUSEUM und Kunsthalle Bonn w

> Unterirdisch,Neugestaltung KULTURPASSAGE Karlsplatz Wien w

Alternative Gestaltung KUNSTBUNKER und Bürohaus in Berlin Mitte p

AUSSTELLUNGSHALLE + Park für D.Hockney + A.Caro in London w

Prototyp Stahlkonstruktion SPORTHALLE in Stuttgart w

Stadtquartiere Konzepte

> Prototyp UWE_01 innerstädt. SERIELLER WOHNUNGSBAU p

KOMPAKTE Wohnquartiere +vernetzter Erschliessungsstruktur p

Stadtquartier WERKBUNDSIEDLUNG Wiesenfeld München 560 WH w

> Neues STADTQUARTIER am Salzufer in Berlin 240 WH

Hackesches Quartier Süd Berlin, alternatives städtbaul.Konzept g

ANSIEDELN Moabiter Werder Panketal, Stadt in der Stadt

INDIREKTE STADT Berlin, Konzeption für die Bundeskulturstiftung w

Gewerbliche Bauten Konzepte

Neubau BÜROHAUS Leipziger Straße in Berlin g

Neubau ZENTRALE Scholz&Friends Group Am Kupfergraben Berlin g

> MEDIUMMULTI für Pixelpark AG / Bertelsman in Berlin-Moabit

Prototypen-Konzept LOOPING-OFFICE für den Axel Springer Verlag g

CONSULTING CENTER für Pixelpark AG / Bertelsman in Berlin g

• • • 1.Architekturpreis__ZUKUNFT WOHNEN
• • • 1.Auszeichnung
__Architekturpreis_Berlin

BK300 + BK400 Index2015: 985€/m² BGF, frei finanziert

BGF/DIN277: 3490m²_ ___ __Kaltmiete 1998: 3,77€/m²

entspricht dem Mietspiegel___Kaltmiete 2015: 5,99€/m²

Choriner Straße 56 D-10435 Berlin

Estradenhaus 1 Berlin

LAGEPLAN

contact

KONZEPTE UND ENTWICKLUNG

publications

about

HOME

PLANPOPP ARCHITEKTUR_STADTPLANUNG

Cho5655GrdBlatt1 Cho56KiemenWandzuv2Meyer1 item3 Cho56Cho55AnsichtSMeyerv22a Cho56Out02Ausschnitt3 Cho56POPP04 Cho56POPP023 item4 item2 item5